Baresto ermöglicht die Bearbeitung aller Meldungen aus dem Datenpunktmodell der EBA. Alle Frameworks – COREP®, FINREP®, Asset Encumbrance ,Supervisory Benchmarking Portfolios etc. können bearbeitet, validiert und als XBRL®-Datei erzeugt werden.

Alle Reporting Frameworks der EBA in einem Meldewesen-Tool

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Das Meldewesen Tool Baresto verarbeitet das gesamte Datenpunktmodell (Data Point Model; kurz DPM) der European Banking Authority (EBA) und ist damit in der Lage, alle EBA-Meldungen in allen verfügbaren Taxonomien für die Bearbeitung darzustellen.
Bei der Bearbeitung einer Meldung werden durch Baresto direkt bei jeder Eingabe die Daten entsprechend den EBA Validierungsregeln geprüft.
Baresto erzeugt auf Knopfdruck aus den vorhandenen Daten die dazugehörigen XBRL-Strukturen und falls der Deutsche Header mit den Mindestinformationen gefüllt wurde, kann Baresto auch direkt im ExtraNet der Bundesbank uploadbare Meldungen erzeugen, die entsprechend den Bundesbank Regeln gepackt und benannt sind.
Für Nachmeldungen oder Korrekturmeldungen bietet Baresto außerdem die Möglichkeit, vorhandene XBRL-Dateien beliebiger Taxonomien zu importieren um diese anschließend bequem weiter zu bearbeiten, zu korrigieren, zu validieren und wenn gewünscht auch wieder als XBRL zu exportieren.
Bei der Darstellung der Meldebögen wird die gesamte Zeilen- und Spalten-Hierarchie aus dem Datenpunktmodell berücksichtigt, um so automatisch beispielsweise Darunter-Positionen in der Zeilen- und Spaltenbeschriftung darzustellen. Die übersichtliche Darstellung macht es dem Meldewesen-Mitarbeiter leichter, sich in den Tabellen zurechtzufinden, ganz egal in welchem Template oder welcher Taxonomie er sich befindet.


EBA Supervisory Reporting Frameworks

Im Rahmen des Supervisory Reportings der European Banking Authority (EBA) bestehen Meldepflichten für regulierte Institutionen in der EU. Diese Meldepflichten gelten unabhängig und zusätzlich zu den bestehenden nationalen Meldepflichten. Dabei gilt, dass sich die Meldepflichten der EBA in wesentlichen Punkten von den bisherigen nationalen Meldepflichten unterscheiden:

  • Meldepflichten sind in großen Frameworks (z.B. COREP oder FINREP) zusammengefasst und machen umfangreiche Datenanalysen erforderlich.
  • Die Anzahl der zu meldenden Zahlen (das Datenvolumen) ist um Größenordnungen höher.
  • Das Format für die Kommunikation mit der zuständigen Meldebehörde (z.B. über das ExtraNet der Deutschen Bundesbank) ist XBRL, welches zusätzlich um die Anforderungen des Deutschen Headers nach Bundesbank Spezifikation erweitert wurde.

dpm_table_reporting_frameworkDie EBA veröffentlicht technische Spezifikationen in den Technischen Durchführungsstandards (Implementing Technical Standards; ITS) und dem darin enthaltenen, sogenannten Datenpunktmodell (DPM). Nebenstehend ist eine Abbildung direkt aus der DPM Datenbank der EBA. Es handelt sich um die Tabelle ReportingFramework und zeigt die Framework Definition der EBA. Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung zu allen aktuell gültigen DPM Frameworks in der DPM Version 2.5.0.1.

Common Reporting (COREP®)

Das sogenannte COREP®-Framework, abgeleitet von COmmon REPorting, besteht aktuell aus 5 Hauptmodulen, die jeweils sehr umfangreich sind und viele Einzelmodule b. COREP® betrifft je nach Produktspektrum des meldenden Unternehmens auch mittelständische Vermögensverwalter.
Folgende fünf Module sind aktuell in COREP® enthalten:

  • Own Funds and Leverage
  • Liquidity Coverage (LCR)
  • Large Exposures (LEXP)
  • Stable Funding (NSFR)
  • Additional Liquidity Monitoring (ALM)
  • LCR Delegated Act

EBA-Reporting-Framework-COREP

Schaut man in das DPM der EBA gibt es für das Framework COREP aktuell 135 Tabellen. Ein kleiner Auszug sieht wie folgt aus.

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Financial Reporting (FINREP®)

FINancial REPorting (FINREP®) ist im Vergleich zu COREP® relativ neu und der Kreis der meldepflichtigen Institute erweitert sich regelmäßig. Auch vom Umfang her ist FINREP® inzwischen sehr mächtig: Mehr als 50 Einzeltemplates sind inzwischen in den vier FINREP® Teilen enthalten.

EBA-Reporting-Framework-FINREP

Alleine Part 4 von FINREP® enthält inzwischen schon 14 Bögen und Bedarf einiger Vorbereitung zur späteren Meldung. Nachfolgend ein Screenshot aus Baresto mit einigen Bögen aus dem Teil FINREP Part 4.

EBA-Reporting-Framework-FINREP PART 4

Asset Encumbrance

Die Meldung der belasteten Vermögensgegenstände (Asset Encumbrance) ist relativ neu. Am 27.06.2013 wurden die Verordnung über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen (Capital Requirements Regulation – CRR) sowie die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über den Zugang zur Tätigkeit von Kreditinstituten und die Beaufsichtigung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen (Capital Requirements Directive – CRD IV) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Am 20.12.2013 wurde das" Consultation Paper - Draft guidelines on disclosure of encumbered and unencumbered assets" zum Thema belastete und unbelastet Assets veröffentlicht.

Die EBA verfolgt mit ihren Richtlinien zur Offenlegung nach Art. 443 CRR in Form der Asset Encumbrance das Ziel, den Marktteilnehmern transparente, harmonisierte und umfassende Informationen über die Belastung von Vermögenswerten bei den EU-Instituten bereitzustellen.

Im Bereich der Asset-Encumbrance Meldung gibt es auf dem Bogen F.34 eine offene x-Achse in der die Währungen die gemeldet werden müssen, individuell je Institut zu konfigurieren sind. Die Konfiguration offener Achsen ist in Baresto sehr intuitiv und mit wenigen Klicks durchzuführen.

Wenn man es genau nimmt ist das Framework Asset-Encumbrance kein eigenes EBA-Framework, sondern eigentlich Teil von FINREP. Da es sich um einen inhaltlich sehr umfangreichen und in sich geschlossenen Bereich handelt wurde die Asset-Encumbrance im DPM jedoch als eigenes Framework angelegt. Schaut man sich die Namen der Bögen an, sieht man jedoch, dass die Bögen eigentlich in den Bereich FINREP gehören. Die Bögen der Asset-Encumbrance gehen von F.32 bis F.36.

EBA-Reporting-Framework-Asset-Encumbrance

Funding Plans

Funding Plans Meldungen dienen vornehmlich dazu, sogenannte Systemrisiken zu erkennen und zu minimieren. Diese Empfehlungen kommen aus dem Europäischen Ausschuss für Systemrisikien.
Funding Plans stellt daher eine Art Berichtswesen zur Überwachung und Beurteilung von Refinanzierungsrisiken und des Refinanzierungsrisikomanagements dar. Das Ziel der gesamten Funding Plans Meldungsinfrastruktur ist die Überwachung und ggf. Eliminierung oder zumindest Minimierung von Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken um jederzeit eine reibungslose Kreditvergabe zu ermöglichen. Das EBA Framework Funding-Plans stellt ist somit eine Verpflichtung für große Kreditinsitute zur Meldung ihrer erstellten Refinanzierungspläne.

Die Festlegung der Institute die eine Meldung der Funding-Plans vornehmen müssen erfolgt durch die Bundesbank. Die Aufgabe der Bundesbank ist es dabei (gemäß der Vorgaben des Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (European Systemic Risk Board ESRB)), mindestens 75% der gesamten aggregierten Aktiva des deutschen Bankensystems abzudecken. Dabei kommen sowohl rein national agierende Institute in Frage, als auch global agierende.

Die Festlegung auf 75% und einige weitere Adjustierungen erfolgten durch den Ausschuß bereits Anfang 2014 in folgenden Dokument: Response from the ESRB to the EBA Consultation Paper on Draft Guidelines on Harmonised Definitions and Templates for Funding Plans of Credit Institutions under ESRB Recommendation 2012/2 A.4

EBA-Reporting-Framework-Funding-Plans

Supervisory Benchmarking Portfolios

Supervisory Benchmark Portfolios ist ein recht junges Framework. Nach einer Konsultation bei der EBA am 28.05.2014, wurde es am 30.09.2014 als Taxonomy for Remittance of Supervisory Reporting veröffentlicht.

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Im nachfolgenden Video wird am Beispiel einer COREP Large-Exposure (LEXP) Meldung das Anlegen einer neuen Meldedatei in Baresto gezeigt.

XBRL® Reporting Software, COREP® FINREP® Banking Reporting, Taxonomy & Validierung